München – Der Landtagsabgeordnete Robert Brannekämper und die CSU Bogenhausen haben auf ihrem Neujahrsempfang den zahlreichen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus dem Münchner Nordosten für ihren Einsatz gedankt. Brannekämper warb zudem dafür, beim Wohnungsbau – statt reinen Zahlen nachzujagen – auf Qualitätsstandards zu setzen.

„Ihr ehrenamtliches Engagement hält unsere Gesellschaft zusammen“, betonte Robert Brannekämper beim Neujahrsempfang der CSU und Frauen-Union (FU) Bogenhausen sowie der Kommunalpolitischen Vereinigung München (KPV). 250 Gäste aus Vereinen und Verbänden sowie aus Kultur, Wirtschaft und Politik waren der Einladung in den Festsaal der Hanns-Seidel-Stiftung gefolgt.

Wilhelm Busch hatte unrecht gehabt

„Willst Du froh und glücklich leben, laß kein Ehrenamt dir geben!“, soll Wilhelm Busch einst behauptet haben. Der Dichter (1832 – 1908) habe mit seinem Vers unrecht gehabt, erklärte Brannekämper in seiner Rede, denn in Bayern herrsche „eine Kultur des Miteinanders“ vor. Ein Beleg: Beim Volksentscheid 2013 stimmten über 90 Prozent der Wähler dafür, die Förderung des ehrenamtlichen Einsatzes für das Gemeinwohl als Ziel in die Verfassung des Freistaats aufzunehmen.

Siedlungsbau als bedeutendes Thema für den Münchner Nordosten

Neben dem Dank an die ehrenamtlichen Helfer lag dem langjährigen Stadtrat noch ein Thema besonders am Herzen: Der Siedlungsbau. „Ob Prinz-Eugen-Areal, Brodersenstraße oder Herzogpark – nur der Münchner Nordosten bietet noch Platz für neuen, dringend benötigten Wohnraum in unserer Stadt“, stellte der 48-jährige Diplom-Ingenieur fest.

“München braucht Konzept für den Wohnungsbau”

Dabei dürfe allerdings nicht das reine Jagen nach der Anzahl von Baugenehmigungen im Mittelpunkt stehen. „München braucht ein Konzept für den Wohnungsbau. Es muss dem Stadtbild angepasst sei, der Natur Schutz bieten und den Menschen Raum zum Atmen lassen“, richtete Brannekämper seine Forderungen an die von Rot-Grün regierte Stadtverwaltung.

Borstei kann als Leitbild dienen

Er erinnerte an den klar strukturierten Generalplan für den Wohnungsbau in München von 1893 und an den einzigartigen Staffelbau in der Borstei. „Nun ist es an der Zeit, eine neue Borstei zu bauen“, sagte Brannekämper und ergänzte: „Dafür ist ein städtebaulicher Diskurs mit den Bürgern nötig.“ Auch angrenzende Umlandgemeinden wie Aschheim seien in den Diskurs einzubinden.

BRA_Soeder_Neujahr2014Staatsminister Söder dankt den ehrenamtlichen Helfern

Brannekämper bat zudem Markus Söder, Heimatminister in Bayern und Gastredner des Abends, bei der Regionalplanung ein besonders Augenmerk auf den Münchner Nordosten und den Schutz der Natur zu legen. Söder nahm die Bitte auf und ging nochmals auf das Engagement der Ehrenamtlichen im Freistaat ein. „Bayern geht es besser als anderen Ländern, weil viele Menschen mehr als ihre Pflicht tun – das gilt besonders für das Ehrenamt“, sagt der Franke und betonte: „Ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz.“

            Bild: Robert Brannekämper überreicht Finanzminister Markus Söder einen Moriskentänzer

Spaenle: München hat unter Rot-Grün zu wenig für Kinderbetreuung getan

Zu den weiteren Rednern des Abends zählten Kultusminister Ludwig Spaenle und Hans Podiuk, stellvertretender Fraktionschef der CSU-Stadtratsfraktion. Spaenle beklagte, dass die Stadt München in den vergangenen Jahren zu wenig für die Kinderbetreuung in München unternommen habe und versprach unter einer CSU-geführten Regierung Besserung.

Stadtrat Hans Podiuk wünscht sich höhere Wahlbeteiligung

Podiuk forderte die Münchner wiederum auf, nach den niedrigen Wahlbeteiligungen bei den Kommunalwahlen von 2002 und 2008 mit jeweils rund 50 Prozent verstärkt das Wahlrecht wahrzunehmen. „Es geht um Münchens Zukunft“, sagte Podiuk.