Münchens Kunst- und Kulturszene spricht sich für das Werksviertel als Standort des neuen Konzerthauses aus. Über 300 Gäste sind der Einladung der Landtagsabgeordneten Robert Brannekämper, Markus Blume, Andreas Lorenz sowie von Stadtrat Georg Schlagbauer zur Podiumsdiskussion in die Nachtkantine gefolgt.

Abgeordneter Robert Brannekämper begrüßt in der Nachtkantine im Werksviertel das Publikum
Abgeordneter Robert Brannekämper begrüßt in der Nachtkantine im Werksviertel das Publikum

 

Bei der Vorstellung der Planungen durch Architekt Johannes Ernst und Eigentümer
Werner Eckart wurde eines klar deutlich. Im Werksviertel entsteht ein Konzerthaus, das mit der urbanen und lebendigen Umgebung in Verbindung tritt. „Es ist der Höhepunkt einer mutigen Stadtentwicklung und hat eine große Wirkung über die Entwicklung selbst hinaus. Hier wird durch Musik und Kunst ein inspirierendes und urbanes Quartier geschaffen.“, führte Johannes Ernst aus.

“Im Werksviertel sind Ideen wie Bürgerpark, Grundschule, Hotels, Büros, Gastronomie keine Luftschlösser.”

Mariss Jansons, Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters, musste seine Teilnahme krankheitsbedingt absagen. Er meldete sich jedoch mit einer Videobotschaft zu Wort. Darin sprach er sich eindeutig für das Areal hinter dem Ostbahnhof als Standort aus. „Im Werksviertel sind Ideen wie Bürgerpark, Grundschule, Hotels, Büros, Gastronomie keine Luftschlösser. Ein Bebauungsplan liegt vor und wartet auf Genehmigung, es existiert ein finanzielles Konzept und ein Betreiberkonzept. Ebenso muss kein Altbestand erst noch entfernt werden.“

Perfekte Anbindung an den ÖPNV durch den Ostbahnhof und die Verbindung von Konzertsaal, Kammerorchester, Musikhochschule, Wohnflächen für Musiker und Gastronomie: Das Konzept im Werksviertel verbindet alle Vorteile miteinander.

“Im Werksviertel können Menschen jeden Alters und aller Schichten mit Musik und Kultur in Verbindung treten.“

In seiner Rolle als verantwortlicher Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst blieb Dr. Ludwig Spaenle diplomatisch. „Beide möglichen Standorte bieten Stadtentwicklung auf höchstem Niveau. Nach vielen Jahren sind wir nun endlich auf der Zielgeraden“. In der anschließenden Podiumsdiskussion kamen wichtige kulturpolitische Argumente zu Wort.

Hans Robert Röthel unterstrich als stellvertretender Vorsitzender des Vereins Konzerthaus München die verbindende Wirkung des Standortes. „Besonders beeindruckend ist die Lebendigkeit des Viertels. Im Werksviertel können Menschen jeden Alters und aller Schichten mit Musik und Kultur in Verbindung treten.“

Gerhard Matzig vom Feuilleton der Süddeutschen Zeitung meinte zur städtebaulichen Wirkung: „Das Werksviertel ist ein großer Wurf. München erhält dadurch wieder Anschluss an die Moderne“. Im Publikum äußerten sich zahlreiche Fürsprecher für das Werksviertel – unter anderem Andreas Ganslmeier, Geschäftsführer des Münchner Kammerorchesters und Prof. Dr. Kurt Faltlhauser, Staatsminister a.D. und Mitbegründer des Vereins Konzertsaal München.

Große Zustimmung gibt es auch aus der Bevölkerung von Berg am Laim und Au/Haidhausen. Bereits im August hat sich der Bezirksausschuss Berg am Laim seinerseits fraktionsübergreifend für den Standort ausgesprochen.

“Das ist eine städtebauliche Jahrhundert-Chance!”

Die drei Landtagsabgeordneten Robert Brannekämper, Markus Blume, Andreas Lorenz und Stadtrat Georg Schlagbauer machen deutlich, dass sie voll hinter dem Standort am Ostbahnhof stehen. „Heute Abend hat das Werksviertel großen Rückhalt durch die Kunst- und Kulturschaffenden erhalten. Zusammen mit den sehr guten Standortbedingungen und der Realisierbarkeit bis 2020 präsentiert sich das Werksviertel als die beste Option für München und Bayern. Dieser Standort überzeugt in jeder Hinsicht: städtebaulich wie konzeptionell.“

Brannekämper ergänzt: “Ein neues Konzerthaus im neuen Werksviertel:
Das ist eine städtebauliche Jahrhundert-Chance!”

Das Werksviertel entwickelt sich und dazu gehört auch soziale Infrastruktur. Bild: steidle architekten
Das Werksviertel entwickelt sich und dazu gehört auch soziale Infrastruktur. Bild: steidle architekten
Das neue Konzerthaus soll neben einem großen und einem kleinen Konzertsaal Räumlichkeiten für die Musikhochschule, Gastronomie und eventuell Wohnraum bereitstellen. Bild: steidle architekten
Das neue Konzerthaus soll neben einem großen und einem kleinen Konzertsaal Räumlichkeiten für die Musikhochschule, Gastronomie und eventuell Wohnraum bereitstellen. Bild: steidle architekten